NEVER GIVE UP!

Meine lieben Mädels,

ich habe diesen blog nun doch heute schon ins Leben gerufen, weil ich gerade einen kleinen Nervenzusammenbruch hatte und nun eine Stelle brauche, wo ich Sachen niedertippe und die mich bei meinem Weg begleitet.

Ich habe gerade so viele Chips (zwei verschiedene Sorten!) in mich gestopft, dass mir nun schlecht ist. Und ich habe, ich gestehe, dann so viel ausgekotzt wie es ging. Das ist krank, und blöd und unnötig und ich schäme mich sehr.

Für mich ist Essen schon lange nicht mehr Nahrungsaufnahme. Den ganzen Tag geht es gut bei mir, Frollein Disziplin ist mit sich und alles läuft gut, und kaum wird es abends, könnte ich alles in mich stopfen (Schokolade bevorzugt) – was ich oft genug mache.

Auch wenn ich 5 Tage WW schaffe, bricht es am nächsten Tag drauf nieder und ich schaff es immer irgendwie wo was her zu bekommen und hin ist der ganze Plan. Das kann EINMAL gern passieren, aber jede Woche ist natürlich kontraproduktiv. Da frag ich mich, wie blöd muss man sein, dass man sowas nicht mal 7 geschweigedem 14 Tage durchhält?

Ich will es schaffen, nur scheinbar nicht wirklich. Nur wenn man es wirklich von ganzem Herzen und von ganzem Fleisch her will, schafft man es. Das es trotzdem hart ist, wissen wir.

Deshalb lass ich den Tag nun vergehen. Schlecht ist mir schon und das Gewissen drückt mir in den Nacken.
Tiefpunkte fühlen sich nicht gut an und wenn man am Boden liegt, ist es kalt.
Und dann fang ich an. Morgen früh fang ich an für mich und meinen Körper Verantwortung zu übernehmen, den ich zu gerne in Pflege geben und dann wieder gut, gesund und schlank abholen würde.

Ich hab verstanden, dass ich die Amme bin, dass ich füttere und zerstöre und am Ende wieder weine. Ich will aber nimmer weinen und schon gar nicht zerstören. Ich will einfach nur fröhlich sein, glücklich werden und mit einem guten Körpergefühl durch die Welt hopsen. Und ich will es schaffen, schwierige Phasen nicht mit Essen zu tilgen. Denn ich merke am Ende immer: es bringt nämlich rein gar nichts. Man sitzt am Ende nur mit mehr Speck da, ist unglücklich, traurig und hat ein dickes schlechtes Gewissen.

Helft ihr mir?

Ich kann das nicht alleine und ich weiß, es wird hart. Aber ich will diesen Sommer wieder einen Bikini tragen. Ach, ein schicker Badeanzug würde schon reichen. Denn ich habs satt, immer lange Shirts zu tragen, Hängerchen in den Läden zu suchen und mir die ganze Zeit die T-Shirts im Stehen runter zu ziehen. Ich will bei Frau Murach auf der Waage stehen und sie staunen lassen. Aber noch viel besser: ich will mich selbst staunen lassen, dass ich es geschafft hab, obwohl ich immer denke “die ANDEREN sind schlank, ICH kann nie abnehmen” – ich sehe da wirklich keine reelle Chance.

Nun hak ich ab, was war. Die graue Kacke lass ich hinter mir, nehm Euch Süßen an den Händen und freue mich auf den Timmendorfer Strand. Und mein fröhliches Lächeln, während ich mit Euch dort sitze.

Eure Hanna

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