Ein (!) Käse

April 23, 2008

Auch wenn ich mir vorgenommen habe, mich die nächsten 14 (naja, mindestens 7!) Tage wieder mal vegan zu ernähren (aus Gründen der Erdung, der Besinnung und Probe) – gibt es nun zu aller Freude bald einen WW-Käse im Regal, der sage und schreibe 1 PUNKT hat. Also kann man 2 Scheiben essen und muss nicht wie bei den andere Sorten dann schon satte 3 Punkte aufschreiben.

Hoch lebe der (Schinken-)Käsetoast!

Hanna: Tag X, Tag 1

April 21, 2008

Gestern habe ich die gefühlte Wochenration für eine Kleinfamilie gegessen. Tatsächlich übertreibe ich manchmal… aber diesmal nicht. Es handelte sich nicht um EINE Chipstüte oder EINE Packung Schokokugeln, deswegen verbrenne ich mit meiner These nicht meine Zunge.

Nur:

Jetzt reicht es. Ich habe Kopfweh von Weinen und Kotzen und mach so nicht mehr weiter. HEUTE IST DER ERSTE TAG VOM REST MEINES LEBENS und ich zieh das jetzt durch, weil ich mich selber nicht mehr unglücklich machen kann und will.

Klar, es gibt neben den tollen Sonnentagen auch unschöne Stunden. Aber ich werde diese überstehen. Ohne Schokolade, Fett und Massen an Nahrungsmitteln, die eigentlich zu etwas ganz anderem da sind.

Ich werde auf mich achten und ganz ganz bewußt an alles rangehen. Demnächst zieh ich mal wieder eine vegane Woche durch. Ohne Zigaretten (auch wenn ich nicht konstant rauche), ohne Alkohol, ohne grausige Kuhmilch. Mit viel calciumhaltigen Gemüse, Hülsenfrüchte, mit guten Säften, Obst und Vollkornprodukten. Weg mit gebleichtem Reis und hellen, wertlosen (aber bequemen) Brötchen.

Heute abends gehts zu Annika – und ich freu mich auf Euch, Mädels!

Alles wird besser. Alles wird gut. Heute scheint die Sonne und ich fang sie und leg sie hier auf diese Seite – zum Abholen in den Stunden, wo es außen und vorallem innen grau in grau ist.

Und nun gilt:

Hanna: Tag 1

April 18, 2008

Nach meinem gestrigen Gefühls- und Essdisaster (es ging nach einer Chipsorgie dann mit einem SNICKERS (!) ins Bett) bin ich mir über sehr viele Dinge klar geworden und habe somit heute begonnen, mein Leben in die Hand zu nehmen. Ja, eine weise weise Erkenntnis, dass das sonst wirklich niemand macht und leider auch niemand für mich abnimmt. Schade.

Deswegen war ich heute um 7.30 eine Stunde joggen, bevor ich mich dann, zur Regeneration meinen ganzen Körper gepeelt habe, den ich sogleich nach Feierabend unter der Sonnenbank toasten werde. Denn gebräunte Haut macht eindeutig ein besseres Bild von Dellen und Rollen um Bauch & Co.

Den Schokodrink, den die Barbie aus dem Treffen empfohlen hat, habe ich mir gestern auch zugelegt, aber noch nicht ausprobiert. Da ich aber weiß, dass meine Schokolust sowieso einmal täglich auftritt, wird das Pulver sicher noch an diesem Wochenende getestet. 2 PUNKTE für 300ml sind sicher kein Griff ins POINTS-Tor, aber vielleicht schmeckts ja super und befriedigen mehr als ein läppischer WW-Schokoriegel.

Ich bin mir nun bewußt, dass ich diverse „böse“ Lebensmittel nicht einfach streichen und verbieten kann, weil eben sonst wieder diese Lust, nein, Sucht! kommt und ich mich in einem Meer aus lauter Pringlesdosen wiederfinde.

In diesem Sinne: gute Erkenntnise am ersten Tag, keine überschwängliche Motivation – aber das Wissen, dass ich es nun schaffe und einfach besser planen und organisieren werde.

NEVER GIVE UP!

April 17, 2008

Meine lieben Mädels,

ich habe diesen blog nun doch heute schon ins Leben gerufen, weil ich gerade einen kleinen Nervenzusammenbruch hatte und nun eine Stelle brauche, wo ich Sachen niedertippe und die mich bei meinem Weg begleitet.

Ich habe gerade so viele Chips (zwei verschiedene Sorten!) in mich gestopft, dass mir nun schlecht ist. Und ich habe, ich gestehe, dann so viel ausgekotzt wie es ging. Das ist krank, und blöd und unnötig und ich schäme mich sehr.

Für mich ist Essen schon lange nicht mehr Nahrungsaufnahme. Den ganzen Tag geht es gut bei mir, Frollein Disziplin ist mit sich und alles läuft gut, und kaum wird es abends, könnte ich alles in mich stopfen (Schokolade bevorzugt) – was ich oft genug mache.

Auch wenn ich 5 Tage WW schaffe, bricht es am nächsten Tag drauf nieder und ich schaff es immer irgendwie wo was her zu bekommen und hin ist der ganze Plan. Das kann EINMAL gern passieren, aber jede Woche ist natürlich kontraproduktiv. Da frag ich mich, wie blöd muss man sein, dass man sowas nicht mal 7 geschweigedem 14 Tage durchhält?

Ich will es schaffen, nur scheinbar nicht wirklich. Nur wenn man es wirklich von ganzem Herzen und von ganzem Fleisch her will, schafft man es. Das es trotzdem hart ist, wissen wir.

Deshalb lass ich den Tag nun vergehen. Schlecht ist mir schon und das Gewissen drückt mir in den Nacken.
Tiefpunkte fühlen sich nicht gut an und wenn man am Boden liegt, ist es kalt.
Und dann fang ich an. Morgen früh fang ich an für mich und meinen Körper Verantwortung zu übernehmen, den ich zu gerne in Pflege geben und dann wieder gut, gesund und schlank abholen würde.

Ich hab verstanden, dass ich die Amme bin, dass ich füttere und zerstöre und am Ende wieder weine. Ich will aber nimmer weinen und schon gar nicht zerstören. Ich will einfach nur fröhlich sein, glücklich werden und mit einem guten Körpergefühl durch die Welt hopsen. Und ich will es schaffen, schwierige Phasen nicht mit Essen zu tilgen. Denn ich merke am Ende immer: es bringt nämlich rein gar nichts. Man sitzt am Ende nur mit mehr Speck da, ist unglücklich, traurig und hat ein dickes schlechtes Gewissen.

Helft ihr mir?

Ich kann das nicht alleine und ich weiß, es wird hart. Aber ich will diesen Sommer wieder einen Bikini tragen. Ach, ein schicker Badeanzug würde schon reichen. Denn ich habs satt, immer lange Shirts zu tragen, Hängerchen in den Läden zu suchen und mir die ganze Zeit die T-Shirts im Stehen runter zu ziehen. Ich will bei Frau Murach auf der Waage stehen und sie staunen lassen. Aber noch viel besser: ich will mich selbst staunen lassen, dass ich es geschafft hab, obwohl ich immer denke „die ANDEREN sind schlank, ICH kann nie abnehmen“ – ich sehe da wirklich keine reelle Chance.

Nun hak ich ab, was war. Die graue Kacke lass ich hinter mir, nehm Euch Süßen an den Händen und freue mich auf den Timmendorfer Strand. Und mein fröhliches Lächeln, während ich mit Euch dort sitze.

Eure Hanna


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